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Was ist ein PVC Kartendrucker

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Kartendrucker,
oft auch Chipkartendrucker genannt, sind elektronische Desktop-Drucker mit Einzelkartenzufuhr oder Eingabemagazin zum Bedrucken und Personalisieren von ISO-Standard-Plastikkarten.

Damit unterscheiden sie sich von beispielsweise Etikettendruckern, deren Zufuhr auf Endlosmaterial basiert.
Die Kartenabmessungen sind üblicherweise 85,60 × 53,98 mm nach ISO 7816 als ID-1 standardisiert. Dieses Format wird auch bei Debit-, Kredit-, Telefonkarten, dem EU-Führerschein, der Krankenversicherungskarte oder beim Elektronischen Personalausweis verwendet.
Man spricht auch vom Scheckkartenformat. Die Kartendrucker werden über entsprechende Druckertreiber oder mittels einer eigenen Programmiersprache angesteuert.

Die Vorläufer moderner Kartendrucker
Die Geschichte der ersten Kartendrucker geht zurück bis in die 1980er Jahre. Bis dahin bestand die einzige Möglichkeit, Plastikkarten zu personalisieren, in der Hochprägung inklusive einer einfarbigen Färbung. Mit diesen frühen Monochromdruckern war es zunächst schwierig Logos etc. in das Druckbild einzubinden, da die Druckauflösung zu gering war - die monochromen Personalisierungen hatten zu Beginn eine Auflösung von lediglich 2,75 Punkten/Millimeter. Später wurde die Auflösung zu 4 Punkten/Millimeter und 8 Punkten/Millimeter gesteigert.
Aus Kostengründen waren diese Geräte aber nicht zur dezentralen Personalisierung von Plastikkarten geeignet. Der erste portable Kartendrucker wurde von Frank Dorner in Wien erfunden und 1985 unter dem Namen PDC 1800 auf der CeBIT in Deutschland präsentiert.

Moderne Kartendrucker
Mit der Erfindung des Thermosublimationsdruckes wurde der Weg für vierfarbig druckende Kartendrucker bereitet. Erfinder des Thermosublimationsdruckes ist die Firma Dai Nippon Printing. Der 1989 erschienene Drucker vom Typ DNP CPX10000 war mit knapp 45 Kilogramm Gewicht nicht einfach zu transportieren, verfügte aber bereits über Retransferdrucktechnologie, bei der zunächst eine transparente Folie im Thermosublimationsdruckverfahren farbig bedruckt wird, bevor diese Folie auf die Karte übertragen wird.

Die Thermosublimationsdrucker revolutionierten ab den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts die Möglichkeiten in der Kartenpersonalisierung, da Schriftart und -größe sehr flexibel wurden.
Waren zu Anfang die Druckermodelle in ihren Ausgabemöglichkeiten durch fest installierte Schriftarten- und größen stark limitiert, wurde rasch eine Unterstützung für TrueType-Fonts implementiert. Die Druckauflösung war bereits auf den noch heute vorherrschenden Standard von 300 dpi erhöht worden.

Im Vergleich zu den bisher bekannten Retransfer-Kartendruckern begannen kleinere und leichtere Direkt-Kartendrucker ihren Siegeszug. Wie der Name bereits sagt, druckt diese Geräteklasse das Druckbild direkt auf die Kartenoberfläche. Einfachere Handhabung, niedrigere Druckkosten und kürzere Druckzeiten wurden dabei mit dem Nachteil eines nicht mehr randablaufenden Druckbildes erkauft.

Immer noch nachteilig war der Preis dieser Kartendrucker, der meist über 20.000 DM (Deutsche Mark) lag.

1996 sorgte die französische Firma Privilege für eine kleine Revolution auf dem Kartendruckermarkt.
Sie produzierte einen kleinen 4-Farb-Thermosublimationsdrucker, der unter der Bezeichnung P300 geführt wurde. Dieser Drucker konnte vierfarbig und monochrom drucken und hatte eine Druckauflösung von 300 dpi. Das Besondere daran war der damalige Preis von unter 10.000 DM. Erstmals wurde ein Kartendrucker auch für den Endverbraucher zu einem lohnenden Investitionsgut, womit die Ära der massenhaften dezentralen Personalisierung von Plastikkarten begann.

1998 wurde durch die österreichische Firma Ulrich Electronic GmbH der TRW-Kartendrucker entwickelt, wobei TRW für Thermo-Re-Write-Druck stand. Auf der CeBIT 1999 wurde der Drucker unter der Bezeichnung CP2 vorgestellt. Man sprach jedoch noch nicht vom Thermo-Re-Write-Druck, sondern von der „ClearSet-Technologie“.

2017 führte die Firma TiDis aus Berlin die Inkjet basierte Lösung ein. Dafür werden Tintenstrahldrucker verwendet und damit gibt es nun Kartendrucker die für jeden erschwinglich sind.